Berlin-Tipps  

 

20 grüne Hauptwege®

Chronik


Idealstreckennetz der 20 grünen Hauptwege®, Stand 2014, Grafik: Heiko Pieles
Idealstreckennetz der 20 grünen Hauptwege®, Stand 2014


Durch das Engagement vieler Mitwirkenden konnte das Projekt 20 grüne Hauptwege® zu einer Erfolgsgeschichte werden. Hier die wichtigsten Etappen in der Entstehungsgeschichte:

1994
Festlegung von Idealstrecken
Um den Wirkungsgrad von Grünflächen und Parks zu verbessern, strebt das Berliner Landschaftsprogramm von 1994 ein engmaschiges Grünnetz an, das Grünflächen untereinander und mit den Siedlungsgebieten verknüpft. Diese Grünzüge stellen zugleich ein attraktives Fuß- und Radwegenetz dar. Als "Idealstrecken" werden hierbei die Wegführungen bezeichnet, die zusammen mit Parkanlagen und anderen Erholungsgebieten das "Berliner Freiraumsystem" der gesamtstädtischen Landschaftsplanung bilden.

2004
Projekt "Ein Plan für 20 grüne Hauptwege®"
Das Ziel des Projektes ist es, der weithin unbekannten Planung für die 20 grünen Hauptwege hinterher zu spüren, sie sichtbar und nutzbar zu machen. Angesichts der finanziellen Situation Berlins werden nun die jetzt noch vorhanden Lücken im Wegenetz mit der Unterstützung von über 100 ehrenamtlichen "Flaneuren" ermittelt und Vorschläge für ihre Behebung oder für entsprechende temporäre Umwege gesammelt. Das Projekt wird im Zusammenwirken von Verwaltungen und Privatinitiativen organisiert. Die Idee zu dem Projekt hat Frau Eva-Maria Epple, die sich schon seit geraumer Zeit im Rahmen ihrer Lokale Agenda 21-Aktivitäten für die international bereits vorliegenden Erfahrungen mit einer erfolgreichen Realisierung von "Grünen Wegen für Langsame" - zum Beispiel in New York - interessiert.

2005
Die erste digitale Wanderkarte
Über den FIS-Broker, der zentralen Portalanwendung Berlins für die Recherche und Präsentation von Geodaten, wird zum ersten Mal das zu diesem Zeitpunkt begehbare Netz der 20 grünen Hauptwege inklusive temporäre Umwege für Lücken abbildet. Die von Mitarbeiterinnen in der gesamtstädtischen Landschaftsplanung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung digitalisierte Karte entstand auf Grundlage von Flaneure-Berichten.

2006
Kooperationsvereinbarung auf Gegenseitigkeit
Nun ist es amtlich: Zwischen dem BUND Berlin e.V., FUSS e.V. Berlin und dem Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat I E wird am 20.03.2006 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die eine Zusammenarbeit zur Umsetzungsvorbereitung und Umsetzung der 20 grünen Hauptwege vorsieht. Ziel der Kooperationspartner ist es, möglichst zeitnah ein Netz von 20 grünen Hauptwegen® für die Nutzung durch Erholungssuchende begehbar und erlebbar zu machen, das öffentliche und öffentlich zugängliche Grün- und Freiräume Berlins verbindet.

2007
Flanieren entlang der Stadtspree
Ein Flyer mit dem Titel "Flanieren entlang der Stadtspree - Einer von 20 grünen Hauptwegen® lädt ein" wird von der der Abteilung I der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung herausgegeben. Das kostenfrei erhältliche Faltblatt zeigt den Verlauf des Spreeweges zwischen Schloss Charlottenburg und der Rummelsburger Bucht und präsentiert mehr als 50 interessante Orte entlang der Strecke, die in der Entwicklung von Berlin eine wichtige Rolle gespielt haben oder spielen werden.

2008
Die erste analoge Wanderkarte
Ende 2007 ist auf Initiative des Berliner piekart-Verlages eine Public-Private-Partnership von Verlag, Naturschutzverbänden und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entstanden, um 2008 eine erste Gesamtnetz-Wanderkarte in die Buchläden zu bringen. Bereits im Mai 2008 war die gemeinsam produzierte Übersichtskarte mit dem Titel "Flanieren - Spazieren - Wandern" in fast allen Berliner Buchhandlungen sowie im gut sortierten Pressesortiment erhältlich.

2009
Faltblatt "Grünes Band Berlin"
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung legt im Rahmen des 20. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer ein Faltblatt vor, welches in Anlehnung an das Europäische Grüne Band sich dem heute noch weitgehend erhaltenen Flächen des ehemaligen Mauerstreifens widmet. Der vorgestellte nördliche Wegeabschnitt des innerstädtischen Mauerweges ist gleichzeitig Teil des Netzes der 20 grünen Hauptwege® durch Berlin.

2010-2012
Die Markierung der Wege
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat ein einheitliches und kostengünstiges Markierungssystem entwickelt, welches sich sowohl an den Richtungskurzschildern am Barnimer Dörferweg orientiert wie auch an der bundesweit üblichen Markierung von Hauptwegen. Angeregt durch die das allgemeine Interesse hat der Berliner Wanderverband e.V. angeboten, die Nachbetreuung der Wege zu übernehmen, die bereits eine Erstmarkierung erhalten haben. Dazu wurde am 15. März 2010 eine verbindliche Patenschaftsvereinbarung (pdf, 86 KB) unterzeichnet. Zudem hat sich das Kompetenzzentrum für Ingenieurbiologie e.V. bereit erklärt, im Rahmen von bezirksbezogenen Projekten für die Erstmarkierung des gesamten Wegenetzes in Berlin zu sorgen. Dazu wurde am 15. März 2010 eine Rahmenvereinbarung (pdf, 146 KB) unterzeichnet.